Veranstaltungen
Fortbildung «Dyskalkulie verstehen»
Im kommenden Jahr bieten wir gemeinsam mit dem Zentrum für Weiterbildung der UZH ein neues Kursangebot zum Thema Lernstörungen an. Wir starten direkt am 22. Januar mit einem zweitägigen Kurs zum Thema Dyskalkulie, der sich an interessierte Lehr- und Fachpersonen richtet. Hier finden Sie die Ausschreibung sowie Informationen zur Anmeldung:
https://www.weiterbildung.uzh.ch/whp/programme/kurs/dyskalkulie-verstehen
Was die aktuellen PISA-Ergebnisse für Kinder und Jugendliche mit Lernstörungen bedeuten
Ein Statement der Plattform für Lernen und Lernstörungen
September 2026
Die Schweiz schneidet bei PISA 2025 im internationalen Vergleich weiterhin gut ab. In Mathematik (499 Punkte), in den Naturwissenschaften (501) und im Lesen (470) liegen die 15-Jährigen signifikant über dem OECD-Durchschnitt.
Dennoch zeigt sich bei den Grundlagen eine besorgniserregende Entwicklung: Im Lesen erreichen inzwischen 28.8 Prozent der Jugendlichen das Mindestniveau nicht, 2015 waren es noch 19.9 Prozent. In Mathematik ist dieser Anteil im gleichen Zeitraum von 15.8 Prozent auf 23.2 Prozent gestiegen. Nur knapp zwei Drittel (65.4 %) verfügen in allen drei Bereichen über ausreichende Grundkompetenzen.
Nicht alle Jugendlichen mit schwachen Leistungen haben eine Lernstörung. PISA erfasst keine Diagnosen, und die Gründe für den Rückgang sind vielfältig. Zur leistungsschwachen Gruppe gehören aber auch Jugendliche mit Dyslexie oder Dyskalkulie, die trotz intensivem Üben anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben.
Im Durchschnitt sitzen in jeder Schulklasse zwei Kinder mit Lernstörungen. Wenn die Basiskompetenzen insgesamt unter Druck geraten, laufen gerade diese Kinder Gefahr, übersehen zu werden oder weiter zurückzufallen.
Deshalb braucht es eine frühe Abklärung, eine gezielte und wissenschaftlich fundierte Förderung für betroffene Kinder und Jugendliche sowie einen Unterricht, der unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt. Laut PISA gehen ein geordnetes Unterrichtsklima, kognitive Aktivierung und die Unterstützung durch Lehrpersonen mit besseren Leistungen einher. Von diesen Faktoren können auch Schüler*innen mit Lernstörungen profitieren, wobei es hier zusätzliche Hilfen, wie eine gezielte Lerntherapie und individuelle Anpassungen im Schulalltag braucht.
Rückblick Scientifica 2026
Das diesjährige Zürcher Wissenschaftsfestival war auch für unsere Plattform ein grosser Erfolg! Von den insgesamt fast 40'000 Besuchenden kamen viele an unserem Stand «Sinneswelten im Gehirn» vorbei, um mehr über Lernstörungen und unsere Forschung zu erfahren, Gehirnhüte zu basteln oder ihr eigenes Gehirn zu kneten!
Rückblick Jahreskongress SGKJPP 2026
Als Plattform für Lernen und Lernstörungen waren wir am diesjährigen Jahreskongress der SGKJPP vertreten. Wir danken allen Teilnehmenden unseres Symposiums «Lernen mit Dyslexie und Dyskalkulie» für den spannenden Austausch!
Vergangene Veranstaltungen:
"Lernen und Lernstörungen im Kindergehirn"
Referentinnen:
- Sarah Di Pietro
- Carmen Providoli
Im Rahmen eines Schulbesuchs anlässlich der Veranstaltung Brainfair lernten die Schüler*innen, wie Lernprozesse im Gehirn untersucht werden können und welche methodischen Fortschritte die Forschung in diesem Bereich gemacht hat. Sie erfuhren, was Lernstörungen sind und wie sich die Informationsverarbeitung im Gehirn bei Kindern mit und ohne Lernstörungen unterscheidet. Zudem lernten sie die Magnetresonanztomographie (MRT) als Methode kennen, mit der Einblicke in das Gehirn gewonnen werden können, und verstanden, welche Bedeutung diese Entwicklung für die wissenschaftliche Forschung hat.
Psychische Gesundheit und Lernstörungen - Rückblick ESCAP 2025
“Beyond nature & nurture”
Der 21. Internationale Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie fand vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2025 in Strassburg statt. Die Plattform für Lernen und Lernstörungen war bei mehreren Programmpunkten vertreten, unter anderem im Rahmen eines Symposiums mit dem Titel "Von der Neurobiologie bis zur psychischen Gesundheit bei Kindern mit spezifischen Lernstörungen".
Hier erfahren Sie mehr über den Kongress und das Programm:
Wie passt sich das Gehirn an, wenn wir lernen? – Rückblick AdaBD-Konferenz
Die diesjährige AdaBD-Konferenz mit dem Titel „Das adaptive Gehirn: Entwicklung, Lernen und Lernstörungen“ brachte internationale Expert:innen aus Neurowissenschaft, Medizin und Psychologie zusammen, um aktuelle Erkenntnisse zur neuronalen Plastizität, den biologischen Grundlagen des Lernens und den Ursachen von Lernstörungen zu diskutieren.
Im Fokus standen der Austausch über neueste Forschungsergebnisse, die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen und die Entwicklung neuer Ideen zur Diagnostik und Behandlung von Entwicklungsstörungen.
Die Plattform für Lernen und Lernstörungen war vor Ort präsent, um sich vorzustellen, mit Forschenden in den Dialog zu treten und Einblicke in laufende Projekte rund um Lernstörungen zu geben. Besonders wertvoll war der begleitende Workshop für Lehrpersonen, in dem Theorie und Praxis aufeinandertreffen konnten – mit dem Ziel, schulische Perspektiven direkt in die Weiterentwicklung unserer Plattform einfliessen zu lassen.
Neuropsychologie von Lernstörungen: Dyslexie und Dyskalkulie verstehen
Lernstörungen wie Dyslexie (Lese-Rechtschreibstörung) und Dyskalkulie (Rechenstörung) betreffen viele Kinder und Erwachsene und können weitreichende Folgen für Schule, Beruf und psychische Gesundheit haben. Im Webinar „Neuropsychologie von Lernstörungen: Grundlagen, Diagnostik und Therapie von Dyslexie und Dyskalkulie“ erhalten Fachpersonen einen praxisnahen Einblick in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung findet am 4. und 11. Mai 2026 jeweils von 13:00 bis 16:15 Uhr online via Zoom statt. Thematisiert werden neurobiologische Grundlagen, diagnostische Herausforderungen sowie wirksame therapeutische Ansätze. Zudem wird die Plattform für Lernen und Lernstörungen vorgestellt, die praxisrelevante Informationen und Unterstützung für Fachpersonen, Betroffene und Angehörige bietet.
Hinter den Kulissen des Lernens: Die Ursachen von Dyslexie und Dyskalkulie (Lese- und Rechenstörung)
Ein Workshop der Kinderuni für alle Kinder der 3. und 4. Klasse, ohne Vorkenntnisse.
Samstag, 15. November 2025, 10.00–12.00 Uhr.
Was passiert eigentlich genau in unserem Kopf, wenn wir lesen und rechnen? Wie kann man in den Kopf hineinschauen? Wie geht es Kindern, die Mühe mit dem Lesen und Rechnen haben? Wie kann man das Lesen und Rechnen trainieren?
Diesen Fragen gehen wir in unserem Workshop nach. Wir probieren gemeinsam verschiedene Aufgaben aus, mit denen man sehen kann, ob jemand eine Lernstörung hat. Wir sehen uns das EEG an, mit dem man einen Einblick erhält, wie das Gehirn arbeitet. Und wir spielen mit einer App um das Lesen und Rechnen zu trainieren.
Zur Ausschreibung und Anmeldung
Online Vortrag "Mathematikangst"
Referentin: Dr. Karin Kucian
Zeit: 24. Februar 2026 von 18:30 bis 20:00 Uhr (2UE)
Der Vortrag wird angeboten vom Fachverband für integrative Lerntherapie. Eine Anmeldung ist hier möglich: https://civicrm.fil-lerntherapie.de/civicrm/event/info?id=83&reset=1
Kosten:
- FiL Mitglieder: 45 €
- Interessierte: 60 €
Beschreibung:
Mathematikangst ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht nur schulische Leistungen, sondern auch Bildungs- und Berufslaufbahnen erheblich beeinflussen kann. In diesem wissenschaftlichen Vortrag erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zu den psychologischen, sozialen und neurobiologischen Ursachen von Mathematikangst und verstehen, wie diese Faktoren zusammenwirken. Sie lernen wie Mathematikangst erfasst werden kann und weshalb eine systematische Diagnostik für eine gezielte therapeutische Intervention unerlässlich ist. Zudem liegt ein besonderer Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Mathematikangst und Dyskalkulie im Kindesalter – einem Bereich, in dem Mathematikangst häufig nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern ein zentraler Bestandteil der Lernstörung ist.
Online Vortrag "Mathematikangst"
Referentin: Dr. Karin Kucian
Zeit: 16. September 2025 von 18:30 bis 20:00 Uhr (2UE)
Der Vortrag wird angeboten vom Fachverband für integrative Lerntherapie. Eine Anmeldung ist hier möglich: Anmeldung
Kosten:
- FiL Mitglieder: 45 €
- Interessierte: 54 €
Beschreibung:
Mathematikangst ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht nur schulische Leistungen, sondern auch Bildungs- und Berufslaufbahnen erheblich beeinflussen kann. In diesem wissenschaftlichen Vortrag erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zu den psychologischen, sozialen und neurobiologischen Ursachen von Mathematikangst und verstehen, wie diese Faktoren zusammenwirken. Sie lernen wie Mathematikangst erfasst werden kann und weshalb eine systematische Diagnostik für eine gezielte therapeutische Intervention unerlässlich ist. Zudem liegt ein besonderer Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Mathematikangst und Dyskalkulie im Kindesalter – einem Bereich, in dem Mathematikangst häufig nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern ein zentraler Bestandteil der Lernstörung ist.
AdaBD 2025 - Internationale Konferenz auf dem Monte Verità
Das adaptive Gehirn: Entwicklung, Lernen und Lernstörungen
25. – 28. Mai 2025
Ascona, Schweiz
Konferenzthema
Wie passt sich das Gehirn an, wenn wir lernen?
Ziel dieser Konferenz ist es, mit führenden internationalen Expert:innen aktuelle Forschung zu neurobiologischen Mechanismen der Gehirnentwicklung, zur Anpassung neuronaler Schaltkreise beim Lernen und zu den Ursachen von Lernstörungen zu diskutieren. Wir möchten diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, Disziplinen verbinden und neue Ideen zu den Mechanismen des Lernens sowie zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsmethoden für Beeinträchtigungen der neuronalen Entwicklung anregen.
Hier erfahren Sie mehr über die Konferenz
Referate: Lese-/Rechtschreibstörung und Dyskalkulie im Bildungsalltag
Die ZAL (Zürcher Arbeitsgemeinschaft Lehrpersonenweiterbildung) bietet ein Referatspaket zum Thema Neurodiversität an. Prof. Dr. sc. nat. Silvia Brem und PD Dr. sc. nat. Karin Kucian führen die Veranstaltung als Kursleiterinnen durch.
Kurstermine:
- Do 06.03.2025 19:00 - 21:00
- Do 27.03.2025 19:00 - 21:00
Ausschreibung:
Sie erfahren in diesen beiden Referaten mehr über die neurobiologischen Grundlagen des Lesens und der Mathematik. In unserem ersten Referat beleuchten wir die Prozesse des Lesenlernens und die Veränderungen im Gehirn, die dabei stattfinden. Wir zeigen auf, wie sich die Gehirnnetzwerke von Kindern mit Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) unterscheiden und welche Herausforderungen diese Kinder bewältigen müssen. Zudem thematisieren wir die hohe Prävalenz von LRS, das häufige Auftreten von Begleitstörungen wie ADHS und Dyskalkulie sowie die Bedeutung einer frühen Erkennung und Unterstützung.
Im zweiten Referat widmen wir uns den mathematischen Kompetenzen, die für den schulischen und beruflichen Erfolg unerlässlich sind. Wir erläutern, warum nicht alle Kinder diese Fähigkeiten problemlos entwickeln und wie etwa 6% der Kinder eine Dyskalkulie entwickeln. Es ist von großer Bedeutung, diese Kinder frühzeitig zu identifizieren und zu unterstützen, um ihnen negative Erfahrungen und Leid zu ersparen.
Sie erweitern Ihr Wissen über Dyslexie und Dyskalkulie – für eine bessere Unterstützung und Förderung betroffener Kinder und Jugendlicher
Kosten: 40 CHF
Hier können Sie sich zur Verantstaltung anmelden und erhalten zusätzliche Informationen:
Zur Seite der ZAL
Hier können Sie einen Flyer zur Veranstaltung herunterladen:
Referate: Mathematik im Unterricht
Die ZAL (Zürcher Arbeitsgemeinschaft Lehrpersonenweiterbildung) bietet ein Referatspaket zum Thema Neurodiversität an. Prof. Dr. habil. Esther Brunner undPD Dr. sc. nat. Karin Kucian führen die Veranstaltung als Kursleiterinnen durch.
Kurstermine:
- Do 27.03.2025 19:00 - 21:00
- Mo 27.10.2025 19:00 - 21:00
Ausschreibung:
Hinreichende mathematische Kompetenzen sind heutzutage unabdingbar, um am schulischen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben erfolgreich teilzunehmen. Nicht bei allen Kindern verläuft allerdings diese numerische Entwicklung reibungslos und etwa 6% der Kinder entwickeln eine Dyskalkulie. Generell wäre es wünschenswert, Kinder mit einer Dyskalkulie möglichst früh zu identifizieren und zu unterstützen, um die Betroffenen vor negativen Erfahrungen und Leid zu bewahren.
Mathematisches Argumentieren ist eine zentrale Kompetenz, die alle Schülerinnen und Schüler erwerben müssen. Gleichzeitig ist Argumentieren anspruchsvoll, und zwar sowohl für die Lehrpersonen wie für die Kinder und Jugendlichen. Im zweiten Vortrag werden Grundlagen zum mathematischen Argumentieren aufgezeigt.
Kosten: 40 CHF
Hier können Sie sich zur Verantstaltung anmelden und erhalten zusätzliche Informationen:
Zur Seite der ZAL
IC-MDL: International Congress on Math Learning Difficulties
Vom 19. bis zum 21. September findet in Ankara der 2. International Congress on Math Learning Difficulties statt.
Der Kongress behandelt relevante Fragen rund um die Diagnose und Unterstützunug von Kindern mit Dyskalkulie. Er soll als Plattform dienen, um die Herausforderungen bei der Dyskalkulie-Diagnose zu erörtern, wirksame Methoden zu untersuchen und praktische Lösungen zur Verbesserung der Bildungserfahrungen betroffener Kinder anzubieten.
Dr. Karin Kucian von der Plattform für Lernen und Lernstörungen wird als Expertin in dem Bereich Ihre Inhalte vertreten.
27. Tagung Verband Dyslexie Schweiz
Am 21. September findet die 27. Tagung des Verbandes Dyslexie Schweiz in der Pädagogischen Hochschule Zürich statt. Das Thema lautet "Dyskalkulie & Dyslexie: Im schulischen Alltag vom Kindergarten bis zur Berufsbildung".
Dr. Ursina McCaskey von der Plattform für Lernen und Lernstörungen wird Vormittags einen Vortrag zur Relevanz von Früherkennung halten.